Dort, wo bis zum Herbst des Jahres 2002 die Zinnen und Masten des Rheinstadion in den Himmel ragten, erhebt sich heute eines der modernsten Stadien Europas, die Düsseldorfer LTU ESPRIT Arena. Seit der Saison 2006/2007 ist diese Arena die feste Heimspielstätte von Fortuna Düsseldorf, die zuvor einige Jahre lang im Paul-Janes- Stadion im Arbeiterviertel Flingern kickte. Doch spätestens durch die Einführung der dritten Profiliga zu Beginn der laufenden Saison gehören diese Spiele wohl endgültig der Verganenheit an, denn das Paul-Janes-Stadion entspricht nicht den Richtlinien, die der DFB für Stadien der dritten Liga vorgibt.

Hauptmanko der LTU Arena ist aus unserer Sicht, der Sicht der Fans, das Fehlen von Stehplätzen, sowohl für die Fortuna-Supporter als auch für die Anhänger unserer Gastmannschaft. Wir sind der Meinung, dass Stehplätze zum Fussball nicht nur dazu gehören, sondern zwingender Bestandteil dieses Sports sind. Es sind die Stehplatztribünen, die triste Betonklötzen zu gefürchteten Hexenkesseln mutieren lassen...!

Mit dieser Meinung stehen wir nachweislich nicht alleine da. Fast alle der zahlreichen Stadion- und Arenaneubauten, die in den letzten Jahren in Deutschland entstanden sind, verfügen über eine fünfstellige Zahl von Stehplätzen, wobei sowohl den Heim- als auch den Auswärtsfans entsprechende Blöcke zur Verfügung stehen. Stellvertretend hierfür möchten wir in der nachfolgenden Grafik vier Neubauprojekte zeigen, die über einen ausreichend großen Stehplatzbereich verfügen:

Unsere Grafik zeigt (von links oben nach rechts unten) die Veltins-Arena in Gelsenkirchen, die HSH-Nordbank-Arena in Hamburg, das RheinEnergie-Stadion zu Köln sowie den Borussia-Park in Mönchengladbach. Für die Bereitstellung der Einzelbilder danken wir Stadionwelt.de.

Der verstorbene Oberbürgermeister Joachim Erwin, zu Lebzeiten der vielleicht größte Verfechter des Neubaus der Arena, zweifelte in einem Interview mit der Westdeutschen Zeitung am 15. Oktober 2002 an, dass Stehplätze noch zeitgemäß wären. Heute, fast sieben Jahre nach dieser Aussage, verfügen 15 von 18 Bundesligastadien über Stehplätze. In 8 der 10 Arenen, in denen die Fussball-Weltmeisterschaft 2006 stattgefunden hat, gibt es ebenfalls Stehplatztribünen. Und selbst in England, wo man zu Beginn der 90er-Jahre alle Stadien in "All-Seater" verwandelte, häufen sich Stimmen, die aufgrund der vollkommen verflogenen Fussballatmosphäre sowie der horrenden Eintrittspreise für die Sitzplatzkarten die Wiedereinführung von Stehplätzen befürworten. All diese Zahlen und Fakten lassen eher die ausschließlich über Sitzplätze verfügende Düsseldorfer Arena als 'nicht zeitgemäß' erscheinen...!

Das Foto zeigt es - Sitzplätze wohin man schaut. Dies ist die Südtribüne der Arena, Heimat der Fortuna-Fans, die vom Unterrang aus Woche für Woche ihre Mannschaft anfeuern. Dieser Unterrang ist es, der unserer Ansicht nach in eine reine Stehplatztribüne umgewandelt werden muss, so wie es in vergleichbaren anderen Stadien in Deutschland der Fall ist!

Mit der Aktion "Stonn Op!" möchten wir die seit Jahren schwelende Diskussion um Stehplätze in der LTU Arena zurück in die Köpfe der Fortuna-Fans, aber auch der Verantwortlichen bei Stadt, Verein und nicht zuletzt den Betreibern der Arena holen. Wir möchten zeigen, dass wir den Kampf für Stehplätze und somit für eine fanfreundlichere LTU Arena, noch lange nicht aufgegeben haben. Daher bitten wir alle Fortuna-Fans: unterstützt uns bei diesem Kampf, nehmt an unseren Aktionen teil und besucht unsere Veranstaltungen, über die wir Euch im Rahmen dieser Seiten informieren werden! Nur gemeinsam können wir diesen Kampf gewinnen!

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